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Wichtig wäre m. M., dass diese in den 70er Jahren wohl erfolgte Methode der Politikwissenschaft (auch nicht mein Fachgebiet) und auch die Versuche der philosophischen ideal-language-Bewegung in Hinblick auf das Semantische Web aufgearbeitet würde. Es wäre wichtig, hier die Vorarbeiten zu kennen und aus den Fehlern zu lernen. Der Unterschied zu diesen Projekten und dem Semantic Web sollte aber eine schon vorab klar definierter anwendungsorientierter Nutzen sein.
Besonders im Bereich der Begriffsgeschichte oder Ideengeschichte könnte man sich hier sehr gute und nützliche Webanwendungen vorstellen, dabei wäre vielleicht sogar das bei § 31f. genannte Triple nicht "S:Aus Idee abgeleitete Regel R:existiert in O:Geist." unbedingt entscheidend, sondern vielmehr " S:Ficino, R:behauptet: O:„formulas idearum inesse mentibus nostris“.
Der letzte Satz spielt wohl bes. auf den sog. mathematischen Platonismus an, den man als eine Position verstehen kann, bei der Zahlen als Entitäten versteht, die unabhängig von ihrer aktualen Verwendung existieren. In den Geisteswissenschaften dürfte dieses Problem aber weniger häufiger in der Frage auftauchen, ob Argumente vor ihrer Formulierung existieren, sondern vielmehr in der Tatsache, dass viele Begriffe derart abstakt sind, dass sich keine konkrete Referenz finden lässt. Der Satz bspw. "Für philosophische Theorien mag dies eine verschmerzbare Einschränkung sein." dürfte sich m. E. höchstens nach der Methode in § 32, nicht aber nach der Methode von § 14 kategorisieren lassen, da S und O keine konkrete Anschaulichkeit besitzen und daher nur sich selbst stellvertreten können. Beschränkt sich das Potential der Methode von § 14 daher evtl. nur auf Eigennamen und Konkreta?