Oldenbourg Verlag
Die Wissenschaftsverlage der Oldenbourg Gruppe
Akademie Verlag
You must be logged in to write a comment.

Login

Create Account

show all (22)
There are no comments. Click the text to your left to make a new comment.

Es wäre sehr interessant, den Text Mining Ansatz als Alternative bzw. Ergänzung näher zu beleuchten.

    Dem stimme ich im Grundsatz zu. Jedoch würde ich dann 1. wohl kaum noch die Deadline einhalten können und der Text würde 2. auf den doppelten Umfang anschwellen.

Wie ist “philosophischer Text” hier genau zu verstehen?

Dieser Link gibt einen Database Error zurück.

Besonders im Bereich der Begriffsgeschichte oder Ideengeschichte könnte man sich hier sehr gute und nützliche Webanwendungen vorstellen, dabei wäre vielleicht sogar das bei § 31f. genannte Triple nicht “S:Aus Idee abgeleitete Regel R:existiert in O:Geist.” unbedingt entscheidend, sondern vielmehr ” S:Ficino, R:behauptet: O:„formulas idearum inesse mentibus nostris“.

    1. Das wäre dann vielleicht doch etwas zu bescheiden – zumindest so lange der String an der Objektstelle nicht von Maschinen erfasst (‘geparst’) werden kann. Es sollte schon darum gehen, den propositionalen Gehalt einer philosophischen Behauptung zu erfassen.

    2. Dass Ficino diesen Gehalt behauptet hat, ist eine ‘verbindende Tatsache’ (Absatz 34).

Der letzte Satz spielt wohl bes. auf den sog. mathematischen Platonismus an, den man als eine Position verstehen kann, bei der Zahlen als Entitäten versteht, die unabhängig von ihrer aktualen Verwendung existieren.
In den Geisteswissenschaften dürfte dieses Problem aber weniger häufiger in der Frage auftauchen, ob Argumente vor ihrer Formulierung existieren, sondern vielmehr in der Tatsache, dass viele Begriffe derart abstakt sind, dass sich keine konkrete Referenz finden lässt.
Der Satz bspw. “Für philosophische Theorien mag dies eine verschmerzbare Einschränkung sein.” dürfte sich m. E. höchstens nach der Methode in § 32, nicht aber nach der Methode von § 14 kategorisieren lassen, da S und O keine konkrete Anschaulichkeit besitzen und daher nur sich selbst stellvertreten können. Beschränkt sich das Potential der Methode von § 14 daher evtl. nur auf Eigennamen und Konkreta?

    Dieser Kommentar gehört wohl eigentlich zu Absatz 21.

    1. Dass das Problem in den Geisteswissenschaften weniger häufig auftaucht, heißt nicht, dass man als ‘Ontologiedesigner’ es von vonrherein außer acht lassen darf. CIDOC CRM ist im weitesten Sinne eine Ontologie zur Beschreibung des kulturellen Erbes, also primär am Konzept des Artefakts orientiert. Ich weiß nicht, ob alle Philosophen glücklich wären, wenn eine Ontologie ihrer Disziplin philosophische Argumente von vornherein insgesamt und ausschließlich als Artefakte klassifizieren würde. Das große Versprechen des Semantischen Webs sind ja ‘Linked Open Data’. Klinkt man sich in dieses Netz von Ontologien ein, gibt man damit zu verstehen, wie das, was innerhalb einer Disziplin praktiziert wird, außerhalb dieser Disziplin aufgefasst werden soll. Deswegen diese Hinweise.

    2. Gäbe es eine Ontologie des philosophischen Diskurses, so wäre es im Prinzip möglich einen Satz über philosophische Theorien auch nach Manier des Absatzes 32 zu ‘formalisieren’, *sofern dieser Satz eine Tatsache ausdrückt*. Der zitierte Satz ist hingegen eine Vermutung und keine Tatsache.

Hinter “vorliegen” würde ich unter Verweis auf http://nanopub.org/wordpress/?page_id=65 etwa folgendes einfügen: Nanopublikationen sind die “kleinste Einheit publizierbarer Information”. Sie enthalten die Behauptung einer Tatsache (assertion) und Metadaten zur Herkunft der Information sowie der Publikation selbst (provenance) in maschinenlesbarer Form.

Dieser Text gibt zahlreiche spannende Denkanstöße, allerdings wäre eine Spezifikatikon dessen, was hier als Nanopublikation besprochen wird, vonnöten.

Hier liegt meines Erachtens die Krux des gesamten Diskurses. Bei allen Vorteilen des Angesprochenen, der geisteswissenschaftliche Diskurs kann vermutlich nie abgebildet werden.

    Ich werde hier “inwiefern” durch “in welchem Umfang” ersetzen: Dann wird vielleicht noch klarer, dass es, wenn überhaupt, nur um die Abbildung des geisteswissenschaftlichen Diskurses, *sofern er Tatsachen artikuliert*, gehen kann.

      Die Relativierung des Umfangs und die Einschränkung auf die Artikulation von “Tatsachen” verstärkt eines der grundsätzlichen Probleme des Ansatzes: Ist die Erstellung solch einer Ontologie für ein sehr weites und schwer abgrenzbares Themengebiet realistisch? Kann es Nanopublikationen nur für Nanothemen geben?

        Das sind, wenn ich es richtig sehe, zwei voneinander unterschiedene Probleme. Zum ersten Problem: Ja, die Erstellung einer Ontologie an sich ist möglich (es gibt Beispiele, auf die ich in der Druckfassung verweisen kann). Schwieriger zu beantworten ist die Frage, ob solche Ontologien ‘funktionieren’, ob sie also tatsächlich auch – u. U. sogar außerhalb des jeweiligen Projekts – nachgenutzt werden. Zum zweiten Problem: alles, was in ein Triple passt, ist nanopublizierbar. Was also Gegenstand einer Nanopublikation ist, ist im Grundsatz frei. Spätestens wenn man solche Datenbestände als Linked Open Data begreift, empfiehlt es sich jedoch m. E., sich auf das zu beschränken, was auch außerhalb der eigenen Disziplin als ‘wahr’ gelten kann.

RE: Hervorhebungen in doppelte Anführungsstriche setzen …

Faszinierend ist an diesem Aufsatz die Vorstellung, dass genauso wie jetzt Wortsuche in digitalen Dokumenten durch Computer möglich geworden ist, auch ‘geisteswissenschaftliche Tatsachen’ durch Computer gesucht und in ihren Beziehungen zu anderen ‘geisteswissenschaftlichen Tatsachen’ beschrieben werden könnten.
Zwei Überlegungen machen mich allerdings skeptisch, ob in absehbarer Zeit die Aufbereitung geisteswissenschaftlicher Texte zu computerlesbaren ‘Tatsachen’ den Aufwand lohnt.
1. die Besonderheit der Aussage „Hamlet ist Prinz von Dänemark“. Denn nicht nur Shakespeares, Georg Brittings und Döblins Hamlet unterscheiden sich sehr, von all den mir weniger vertrauten Hamlets zu schweigen, sondern auch ihr „Prinz-von-Hamlet-sein“.
2. Der in der Politikwissenschaft in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts unternommene Versuch, Ereignisse zu quantifizieren und so mathematischer Kalkulation zugänglich zu machen, ist meiner Kenntnis nach nicht sehr erfolgreich gewesen.

    > Faszinierend ist an diesem Aufsatz die Vorstellung, dass genauso wie jetzt Wortsuche in digitalen Dokumenten durch Computer möglich geworden ist, auch ‘geisteswissenschaftliche Tatsachen’ durch Computer gesucht und in ihren Beziehungen zu anderen ‘geisteswissenschaftlichen Tatsachen’ beschrieben werden könnten.

    Danke – ich bin froh, dass diese doch recht technischen Zusammenhänge deutlich geworden sind. Das genau ist die Intention solcher Nanopublikationen.

    >Zwei Überlegungen machen mich allerdings skeptisch, ob in absehbarer Zeit die Aufbereitung geisteswissenschaftlicher Texte zu computerlesbaren ‘Tatsachen’ den Aufwand lohnt.

    Nanopublikationen müssten nicht zwangsläufig nur aus der Aufbereitung bereits existierender Texte hervorgehen. Sie böten auch die Möglichkeit, alle jene tatsachenförmigen Einsichten anderen zugänglich zu machen, die in vollständigen Publikationen keinen Platz finden.

    >1. die Besonderheit der Aussage „Hamlet ist Prinz von Dänemark“. Denn nicht nur Shakespeares, Georg Brittings und Döblins Hamlet unterscheiden sich sehr, von all den mir weniger vertrauten Hamlets zu schweigen, sondern auch ihr „Prinz-von-Hamlet-sein“.

    Das ist ein wichtiger Hinweis: Für Hamlet gilt cum grano salis dasselbe, was ich in den $$19ff anhand von Descartes’ Meditationen ausführe. Die Erstellung einer Ontologie für den Teilbereich eines geisteswissenschaftlichen Diskurses muss hier nachvollziehbare Kriterien für die Identität von Entitäten angeben. Ein wenig beruhigt mich, dass bspw. im Bibliothekswesen hierfür durchaus schon praktikable Konventionen existieren. Schließlich wollen Bibliotheksnutzer nicht nur Shakespeares ‘Hamlet’ finden, wenn sie in einem OPAC ‘Hamlet’ eingeben. Aber eine Fußnote zur Ontologie literarischer Charaktere (auch dazu gibt es durchaus Literatur) werde ich wohl zur besseren Klarheit einfügen.

    >2. Der in der Politikwissenschaft in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts unternommene Versuch, Ereignisse zu quantifizieren und so mathematischer Kalkulation zugänglich zu machen, ist meiner Kenntnis nach nicht sehr erfolgreich gewesen.

    Nicht mein Fachgebiet – aber man sollte sich vermutlich schon vor Augen führen, dass die Tatsachen, die sich für Nanopublikationen eignen, in ihrer überwiegenden Mehrheit außerordentlich trivial sind und dass für solche Trivia u. U. auch schon ontologische Modelle existieren (etwa für historische Ereignisse).

      Wichtig wäre m. M., dass diese in den 70er Jahren wohl erfolgte Methode der Politikwissenschaft (auch nicht mein Fachgebiet) und auch die Versuche der philosophischen ideal-language-Bewegung in Hinblick auf das Semantische Web aufgearbeitet würde. Es wäre wichtig, hier die Vorarbeiten zu kennen und aus den Fehlern zu lernen. Der Unterschied zu diesen Projekten und dem Semantic Web sollte aber eine schon vorab klar definierter anwendungsorientierter Nutzen sein.

        Der entscheidende Unterschied zwischen der induktiven Erarbeitung einer Ontologie philosophischer Diskurse und den Diskussionen über ideale Sprache besteht darin, dass zunächst erhoben wird, wo außerhalb der Philosophie philosophierelevante Begriffe bereits in Ontologien u. ä. erfasst sind (siehe Absatz 27).

Stefan Hessbrüggen: Tatsachen im semantischen Web: Nanopublikationen in den digitalen Geisteswissenschaften?

1 4

Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles Wilhelm I. zum deutschen Kaiser ausgerufen. Hamlet ist Prinz von Dänemark. Descartes ist der Verfasser der Meditationen.

2 0

Keine dieser Einsichten ist sonderlich bemerkenswert. Und doch verdeutlichen sie uns, auf welchen Fundus unbestrittener und wohl auch unbestreitbarer Tatsachen sich geisteswissenschaftliche Forschung verlässt, um die Zusammenhänge, die zwischen solchen Tatsachen bestehen mögen, genauer aufzuklären. Gelegentlich dient diese Forschung zwar auch der Aufdeckung neuer Tatsachen, etwa in der Erforschung von Biographien, der Datierung von Quellen oder der Feststellung einer gültigen Textgestalt in Editionen. Aus der Sicht derjenigen, die die Ergebnisse solcher Arbeit nutzen, hat eine solche wissenschaftliche Tätigkeit dennoch eine eher dienende Funktion, die es erlauben soll, Einsichten in neue Zusammenhänge zu gewinnen, bereits als bestehend erkannte Zusammenhänge neu zu interpretieren oder existierende Deutungen dieser Zusammenhänge in Frage zu stellen.

3 1

Die Entwicklung der ‚digitalen Geisteswissenschaft‘ nötigt uns dazu, das Verhältnis geisteswissenschaftlicher Forschung zu Tatsachen zu überdenken. Denn neue technische Entwicklungen erlauben die Vernetzung von Tatsachen innerhalb einer Domäne und darüber hinaus und damit die maschinengestützte Erforschung und Deutung von Zusammenhängen zwischen Tatsachen. Um diese Möglichkeiten zu nutzen, müssen diese Tatsachen aber selbst in maschinenlesbarer Form vorliegen. Hierfür kann das ursprünglich in den Naturwissenschaften entwickelten Konzept der ‚Nanopublikation‘ mit Gewinn adaptiert werden. Mons/Velterop 2009 konstatieren zu recht, dass der wissenschaftliche Aufsatz als ‚detaillierter Bericht‘ (detailed record) wissenschaftlicher Forschung an Relevanz bislang nicht eingebüsst hat. Aber ihnen ist sicherlich auch darin zuzustimmen, dass bisherige Paradigmen des elektronischen Publizierens wie das Festhalten an PDF-Dateien sich noch viel zu eng an inzwischen unzeitgemäßen Vorgaben des Buchdrucks orientieren. Das Potential informationsverarbeitender Systeme wird im elektronischen Publizieren so lange nur unzureichend ausgenutzt, wie einzig der menschliche Leser Berücksichtigung findet. Es gilt, auch darüber nachzudenken, wie Computer zu besseren Lesern werden können und wie für Computer zu ‚schreiben‘ wäre.

4 0

Um dies näher zu begründen, soll zunächst geklärt werden, welchen technischen Anforderungen die Formulierung einer Tatsache zu genügen hat, um als maschinenlesbar‘ in Frage zu kommen. Weiter ist zu klären, wie diese technischen Anforderungen so umzusetzen sind, dass Nanopublikationen auch für weniger technikaffine Nutzerinnen und Nutzer als sinnvolle Ergänzung herkömmlicher Verbreitungswege geisteswissenschaftlicher Forschungsergebnisse wahrgenommen werden.

5 0

Maschinenlesbarkeit, Semantik, Ontologie

6 0

Um zu erklären, wie Tatsachen für Maschinen zugänglich gemacht werden können, kann die Behauptung, Descartes sei Autor der Meditationen als Beispiel dienen. In maschinenlesbarer Form würde sie als sogenanntes ‚Triple‘ notiert:

7 0

S:Descartes R:ist-Autor-von O:Meditationen

8 0

Dieses ‚Triple‘ behauptet das Bestehen der Relation ‚ist-Autor-von‘ zwischen dem Subjektbegriff ‚Descartes‘ und dem Objektbegriff ‚Meditationen‘. Diesem Schema müssen Tatsachen genügen, um als ‚nanopublizierbar‘ in Frage zu kommen.

9 0

Dies ist aber nur eine notwendige, aber noch keine hinreichende Bedingung. Denn das Triple „S:Descartes R:ist-Autor-von O:Meditationen“ enthält in jedem seiner drei Elemente als zweites Glied bloß eine Zeichenkette, einen string. Die Semantik dieses Triples, also die Bedeutung seiner einzelnen Glieder, ist so nur für einen menschlichen Leser, nicht jedoch für eine Maschine feststellbar.

10 0

Die Gründungsidee des ‚semantischen Web‘ ist es aber, auch diese Bedeutungsdimension von Zeichenketten so zu modellieren, dass sie für informationsverarbeitende Systeme zugänglich wird. Die wesentliche Brücke zwischen Zeichenkette und Bedeutung ist eine sogenannte ‚Ontologie‘. Ontologien in diesem Sinne können in erster Annäherung als ‚kontrollierte Vokabulare‘ aufgefasst werden, die Begriffe für eine bestimmte Domäne enthalten. Vollständige Ontologien geben außerdem Auskunft darüber, welche inferentiellen Beziehungen zwischen den in ihnen enthaltenen Begriffen bestehen. Sie beruhen also auf der Grundannahme, dass wesentliche Aspekte sprachlicher Bedeutung dadurch anzugeben sind, dass die Folgebeziehungen angegeben werden, die zwischen Begriffen bestehen.

11 0

Um geisteswissenschaftliche Tatsachen so zu publizieren, dass ihr Gehalt maschinenlesbar wird, sind also grundsätzlich Ontologien geisteswissenschaftlicher Forschung erforderlich. Solche Ontologien haben jedoch nicht nur eine deskriptive Komponente: Sie beschreiben nicht bloß den Begriffsgebrauch innerhalb einer bestimmten Domäne, sondern schreiben für ihre Nutzerinnen und Nutzer auch vor, wie diese Begriffe für die Formulierung maschinenlesbarer Aussagen zu benutzen sind. Sie sind also auch normativ. Würde man beispielsweise das Triple „S:Descartes R:ist-Autor-von O:Meditationen“ mit Hilfe der Dublin Core Ontologie (DC) zur Beschreibung von Dokumenten abbilden wollen, so wäre die Reihenfolge umzukehren: „S:Meditationen R:haben-als-Urheber O:Descartes“ (näheres zur Dublin Core Ontologie unter Dublin Core Metadata Initiative 2012).

12 0

An der Subjektstelle eines den Regeln von DC folgenden Triples darf nämlich nur das Dokument stehen, das durch Metadaten näher charakterisiert werden soll. Relationen müssen dem durch DC normierten Vokabular entnommen werden. Der Objektbegriff enthält dann den Wert, der durch das jeweilige Triple dem Subjektbegriff (dem Dokument) bezogen auf die jeweilige Relation (hier: hat-Urheber) zugewiesen werden soll, in diesem Fall der Name „Descartes“ (Dublin Core Metadata Intiative 2012a).

13 0

Während jedoch menschliche Leser aufgrund ihres Hintergrundwissens Behauptungen wie Descartes ist der Autor der Meditationen“ desambiguieren können, ist dies Maschinen nicht ohne weiteres möglich. Deswegen sollen Zeichenketten in maschinenlesbaren Triples, so weit möglich, durch URIs (Uniform Resource Identifier) ersetzt werden. Ein Beispiel für URIs sind jene Zeichenfolgen, die wir in der Adressleiste eines Browsers eingeben, um eine Internetseite aufzurufen (z. B. „http://example.org“), Zeichenfolgen, die man als URLs (Uniform Resource Locator) bezeichnet. Aber auch URNs (Uniform Resource Names) sind hier erlaubt, die einen dauerhaften Nachweis elektronischer Dokumente und Ressourcen ermöglichen sollen:

14 0

S:urn:nbn:de:gbv:3:3-29638 R:http://purl.org/dc/terms/creator O:http://d-nb.info/gnd/118524844gt

15 0

Diese drei URIs drücken nicht mehr die Tatsache aus, dass Descartes Urheber der Meditationen ist. Sie bezeichnen vielmehr die Tatsache, dass das durch die am Anfang stehende URN nachgewiesene Digitalisat des in der ULB Halle unter der Signatur Fa 2548 ba (2) vorgehaltenen Bandes die Eigenschaft aufweist, dass der 1596 in Haye geborene und 1650 in Stockholm verstorbene Philosoph, Mathematiker, Naturwissenschaftler und Physiker René Descartes diejenige Entität ist, die in herausgehobener Weise für seine Herstellung verantwortlich gewesen ist.

16 0

Die an der Subjektstelle stehende URN muss sich nämlich auf eine konkrete im Netz verfügbare Ressource beziehen. Die durch die Relationsstelle des Triples bezeichnete Eigenschaft dieser Ressource muss mit den Vorgaben der Dublin Core Ontologie übereinstimmen (die Formulierung zur Beschreibung der Eigenschaft creator lautet dort: „An entity primarily responsible for making the resource“, Dublin Core Metadata Initiative 2012b). Und der dieser Eigenschaft zuzuordnende Wert wird durch eine URI angegeben, die sich auf die zu Descartes gehörende Personennormdatei der Deutschen Nationalbibliothek bezieht, die Descartes u. a. die erwähnten vier Berufe zuschreibt.

17 0

Die Behauptung, dass Descartes Urheber der Meditationen ist, ist aber nicht gleichbedeutend mit der Behauptung, dass er Urheber des Bandes FA 2548 ba (2) der ULB Halle und damit mittelbar auch Urheber des entsprechenden Digitalisats ist. Einen Ausweg bietet hier eine alternative Ontologie namens CIDOC CRM. Sie stellt den Begriff des von seiner Realisierung in einem Dokument unabhängigen „Sprachobjekts“ zur Verfügung. Damit wird allerdings die einfache Tatsachenbehauptung, dass Descartes Urheber der Meditationen ist, in mehrere Tatsachenbehauptungen aufgespaltet (ich vereinfache unter Verwendung von Kakali et al. 2007):

18 0
  • S:Abfassung der Meditationen (ein Schöpfungsereignis‘, CIDOC CRM E 65) R:bringt hervor (CIDOC CRM P 94) O:Meditationen als Sprachobjekt (CIDOC CRM E 33)
  • S:Abfassung der Meditationen (ein Schöpfungsereignis‘, CIDOC CRM E 65) R:wird ausgeführt (CIDOC CRM P 14) O:durch Descartes als Handelnden (CIDOC CRM E 39)
  • S:Descartes als Handelnder (CIDOC CRM E 39) R:wird identifiziert durch (CIDOC CRM P 131) O:Bezeichnung des Handelnden „René Descartes (CIDOC CRM E 82)
19 0

Wiederum stellt sich jedoch die Frage, ob genau das mit der Aussage „Descartes ist Autor der Meditationen“ gemeint gewesen ist. Sofern zum Beispiel ein Sprecher, der dies behauptet, eigentlich ausdrücken will, dass Descartes Urheber der in den Meditationen entwickelten Gedankengänge ist, wäre in den obigen Tripeln die Klasse „Sprachobjekt“ durch die Klasse „Aussagenobjekt“ (CIDOC CRM E 89) auszutauschen.

20 0

Ontologien nötigen uns also dazu, sehr genau darüber nachzudenken, was wir eigentlich mit dem, was wir sagen, ausdrücken wollen. Das muss für sich genommen kein Nachteil sein: Computer bleiben Maschinen, die darauf angewiesen sind, dass Menschen für maschinenlesbare Kodierung entsprechenden Aufwand treiben.

21 0

Wichtiger jedoch ist die Einsicht, dass Ontologien auch die Reichweite dessen, was wir innerhalb einer Ontologie ausdrücken können, einschränken. So ist, wie ich hier nicht im einzelnen nachweisen kann, der Gedanke, dass Descartes die in den Meditationen vorgetragenen Argumente entdeckt hat, diese aber unabhängig von dieser Entdeckung zuvor schon existiert haben, innerhalb von CIDOC CRM nicht ausdrückbar. Für philosophische Theorien mag dies eine verschmerzbare Einschränkung sein. Ob auf diesem Wege Grundlagendiskurse der Mathematik abbildbar werden, kann hingegen wohl eher bezweifelt werden.

22 0

Insgesamt sollte aber deutlich geworden sein, dass die technische Anforderung der Maschinenlesbarkeit digitale Geisteswissenschaftler dazu nötigt, sich genauer mit der Frage zu beschäftigen, ob und wie die ‚Ordnung der Begriffe‘, mit Hilfe derer innerhalb einer Disziplin Tatsachen berichtet werden, innerhalb einer Ontologie abgebildet werden kann. Daneben stellt sich die Frage, wie Forschende jenseits der digitalen Geisteswissenschaften davon zu überzeugen wären, dass es sinnvoll sein kann, die Formulierung von Tatsachen an den Anforderungen einer Ontologie auszurichten. Denn nur wenn dies gelingt, ist es möglich, Nanopublikationen insgesamt als Medium zur Verbreitung geisteswissenschaftlicher Forschungsergebnisse zu etablieren (nicht umsonst verweisen Groth et al. 2010 darauf, dass die Festlegung eines gemeinsamen Vokabulars von größerer Wichtigkeit ist als die Einigung auf ein konkretes Format für Nanopublikationen).

23 0

Fachkulturen und das semantische Web: EMTO Nanopub

24 0

Einer breiten Einführung von Nanopublikationen als einem Medium zur Publikation von Tatsachen innerhalb der Geisteswissenschaften stehen indes zwei Hindernisse entgegen:

25 4
  • Es ist zum derzeitigen Standpunkt nicht absehbar, inwiefern geisteswissenschaftliche Diskurse durch existierende Ontologien abgebildet werden können und in welchen Hinsichten Neu- und Weiterentwicklungen bestehender Ontologien notwendig sein könnten.
  • Es existieren keine für Endnutzer geeigneten Anwendungen zur Erstellung und Verbreitung von Nanopublikationen.
26 0

Um für Nanopublikationen taugliche Ontologien der Geisteswissenschaften zu entwickeln, sind grundsätzlich zwei Strategien denkbar: Man kann entweder von einem bestimmten Vorverständnis der jeweiligen Disziplin ausgehen und versuchen, dieses Vorverständnis sozusagen ‚deduktiv‘ in ein vollständiges begriffliches Modell zu übersetzen (dies scheint bislang die vorherrschende Methodik für die Erstellung historischer Ontologien gewesen zu sein: Kiyavitskaya 2010, Vicodi Consortium 2004. Buckner et al. 2010 plädieren für eine Veränderungen ermöglichende, dynamische Strategie, legen ihre basalen Kategorien aber dennoch unabhängig von dynamischen Entwicklungen fest). Oder man geht von tatsächlich existierenden Diskursen bzw. deren Manifestationen aus und versucht, ‚induktiv‘ zu Verallgemeinerungen zu gelangen, die sich im Laufe der Zeit zu einem vollständigen begrifflichen Modell der jeweiligen Disziplin entwickeln mögen.

27 0

Eine solche ‚induktive‘ Vorgehensweise hat den Vorzug, dass, wann immer sich die Gelegenheit bietet, bereits existierende Ontologien in die sich entwickelnden disziplinspezifischen Ontologien integriert werden können. Besondere Relevanz kommt hierbei jenen Ontologien zu, die bereits für die Verwendung innerhalb der ‚Linked Open Data‘-Cloud vorgesehen sind (Open Knowledge Foundation s. a.). Einen ersten Schritt böten hier beispielsweise Schlagwortnormdateien wie bspw. die Library of Congress Subject Headings (Library of Congress s. a., siehe auch Chambers 2011). Auch informationswissenschaftliche Modelle naturwissenschaftlicher Diskurse, wie sie in Groza et al. 2009 erörtert werden, mögen hier Anknüpfungspunkte bieten.

28 0

Anders als in den Naturwissenschaften fehlen für Geisteswissenschaftler bislang öffentlich zugängliche Infrastrukturen für die Erzeugung und Verbreitung von Nanopublikationen. Auch für Endnutzer nutzbare Webanwendungen sind bislang nicht in Sicht. Dennoch ist es nicht erforderlich, erst die Entwicklung entsprechender Angebote abzuwarten: „Semantic Mediawiki“ erweitert die bekannte Wikisoftware „Mediawiki“, die unter anderem im Wikipedia-Projekt genutzt wird, um zahlreiche Funktionen des semantischen Web. Auf diesem Wege ist es möglich, Endnutzern die Bereitstellung von Tatsachen bzw. deren Beschreibungen in Triplen zu erleichtern, indem sie eine Wikiseite unter Umständen unter Nutzung eines Eingabeformulars erstellen (Clare et al. 2011 diskutieren ein entsprechendes Modell, allerdings ohne Referenzimplementierung).

29 2

Unter http://emto-nanopub.referata.com ist vom Verfasser eine experimentelle alpha-Version eines Webangebots für die Sammlung und Erfassung spezifisch philosophiehistorischer, insbesondere sogenanter ‚doxographischer‘ Tatsachen eingerichtet worden. Ziel ist es dabei, informelle Arbeitsergebnisse philosophiehistorischer Forschung im Bereich der frühen Neuzeit hinsichtlich der in ihnen festgestellten doxographischen Fakten auszuwerten.

30 2

Das dabei zugrundegelegte Modell nimmt Rücksichten auf disziplinäre Besonderheiten der Philosophiegeschichte: so werden ‚philosophische Fakten‘ und ‚historische Fakten‘ voneinander unterschieden. Als ‚historisches Faktum zählen alle in Raum und Zeit zu verortenden Personen, Dokumente oder Ereignisse. Als philosophisches Faktum kann jeder Behauptungsinhalt gelten, sofern er einmal in einem philosophischen Text artikuliert worden ist. ‚Verbindende Fakten‘ dienen dazu, beide Sphären zueinander in Beziehung zu setzen und dokumentieren die Tatsache, dass der Inhalt eines philosophischen Faktums zu einer bestimmten Zeit Gegenstand der Reflexion innerhalb eines philosophischen Textes geworden ist.

31 2

Mit Hilfe dieses Modells ist es möglich, diejenigen Bestandteile eines wissenschaftlichen Textes, die doxographischen Charakter haben und deswegen als unkontrovers und mithin als Tatsache zu qualifizieren sind zu erfassen und der Vernetzung mit anderen doxographischen Fakten zugänglich zu machen. Als Beispiel kann hier ein im Jahr 2009 von Paul Richard Blum veröffentlichter Blogpost zu „Epistemologie und Kosmologie im Neuplatonismus“ dienen (Blum 2009). Blum zitiert Ficino, der folgendes behauptet: „formulas idearum inesse mentibus nostris“ (Ficino 1576, Bd. 2, S. 1393). Der Inhalt dieser Behauptung kann als Triple abgebildet werden:

32 0

S:Aus Idee abgeleitete Regel R:existiert in O:Geist.

33 0

Das in SMW vorausgesetzte Modell ist etwas komplizierter, dies kann im vorliegenden Rahmen jedoch vernachlässigt werden. Dieses Tripel zählt innerhalb von EMTO Nanopub als ‚philosophische Tatsache‘, die unter einer entsprechenden URI abgerufen werden kann (hier  http://emto-nanopub.referata.com/wiki/PaulRichardBlum_RuleFromIdea_ExistsIn_Mind). Damit ist wohlgemerkt nicht vorausgesetzt, dass diese Behauptung selbst wahr ist. Vielmehr wird nur impliziert, dass diese Behauptung so von mindestens einem Denker einmal vertreten worden ist. Weiterreichende Annahmen über die Existenzweise solcher propositionaler Gehalte werden nicht benötigt (im Unterschied zu CIDOC CRM, wo auch Informations- oder linguistische Objekte als ‚erschaffen angesehen werden).

34 0

Neben ‚philosophischen Tatsachen‘ verzeichnet EMTO Nanopub auch ‚verbindende Tatsachen‘, in denen behauptet wird, dass eine historisch greifbare Persönlichkeit einen in einer ‚philosophischen Tatsache‘ artikulierten propositionalen Gehalt tatsächlich vertreten hat (http://emto-nanopub.referata.com/wiki/PaulRichardBlum_MarsilioFicino_RuleFromIdea_ExistsIn_Mind). Diese Tatsachen artikulieren, dass ein Träger eines propositionalen Gehalts (hier Marsilio Ficino, der über seinen VIAF-Record identifiziert wird) gegenüber dem bereits erwähnten propositionalen Gehalt eine bestimmte propositionale Einstellung eingenommen hat (hier die Einstellung der Bejahung).

35 0

Würde nun in einer Arbeit auf Positionen anderer Renaissanceplatonisten zur Existenzweise von Ideen und ihren Regeln im Geiste Bezug genommen, könnten die jeweiligen doxographischen Fakten in das Modell integriert werden: Wir erführen also, welche Renaissanceplatoniker sich ebenfalls zum propositionalen Gehalt „Aus Ideen abgeleitete Regeln existieren im Geist“ verhalten haben.

36 2

Eine solche Infrastruktur erlaubt es, Forschungergebnisse, auch wenn sie noch nicht in eine herkömmliche wissenschaftliche Publikation einfließen, zu archivieren und mit weiteren Ergebnissen zu vernetzen und solche Vernetzungen in Visualisierungen abzubilden (ein Beispiel anhand von DBpedia bietet Raper 2012). Entscheidend ist hierbei im Gegensatz zu anderen Crowdsourcing-Ansätzen wie bspw. Wikipedia die verpflichtende Zuschreibung zu einem Autor, der für die entsprechende Publikation verantwortlich zeichnet. Auf diesem Wege wäre es etwa denkbar, Studierende schon in einem frühen Stadium ihrer Ausbildung praxisnah an Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens heranzuführen. Ergebnisse dieser Arbeit können innerhalb der Linked Open Data-Wolke mit anderen Daten, z. B. Bibliothekskatalogen, verknüpft werden: Nanopublikationen, die sich auf ein bestimmtes Dokument beziehen, könnten bereits im Bibliothekskatalog mitverzeichnet werden. Und schließlich eröffnen Nanopublikationen langfristig die Möglichkeit, das ‚enzyklopädische Paradigma‘ weiterzudenken. Warum sollte nicht ein Wikipedia-Artikel in Gänze aus Nanopublikationen zusammengesetzt werden können? Umgekehrt mögen Techniken der Verarbeitung natürlicher Sprachen (text mining) es in Zukunft erlauben, solche Fakten aus existierenden Veröffentlichungen automatisiert abzuleiten.

37 0

Ausblick

38 0

Das hier vorgetragene Plädoyer für eine ‚Rückkehr zur Tatsache‘ sollte nicht im Sinne eines positivistisch verkürzten Verständnisses geisteswissenschaftlicher Forschung missverstanden werden. Auch wenn die digitalen Geisteswissenschaften neue Technologien für die Verknüpfung und Interpretation von Tatsachen zur Verfügung stellen, handelt es sich lediglich um Werkzeuge, die geisteswissenschaftlicher Forschung unterstützen und erweitern.

39 2

Dies ist schon daran ablesbar, dass die Formulierung einer maschinenlesbaren Beschreibung einer Tatsache zum Nachdenken über das nötigt, was in dieser Beschreibung ausgesagt werden soll. Die praktische Aufgabe der Herstellung einer Ontologie für geisteswissenschaftliche Diskurse setzt also die methodische Reflexion auf das, was in solchen Diskursen vor sich geht, voraus. Zugleich beinhalten Ontologien immer eine Beschränkung dessen, was in dem von ihnen vorgegebenen Rahmen ausgedrückt werden kann. Dies ist sicherlich eine nicht zu unterschätzende Hürde, wenn Nanopublikationen innerhalb der Geisteswissenschaften als akzeptiertes Medium zur Verbreitung von Forschungsergebnissen sollen akzeptiert werden können. Aber dem kann vielleicht in bestimmten Grenzen durch die hier vorgeschlagene ‚induktive‘ Erstellung von Ontologien vorgebeugt werden.

40 0

Ein weiterer zentraler Aspekt in der Etablierung dieses neuen Mediums ist sicherlich der Aufbau einer interessierten ‚Forschergemeinschaft‘. Derzeit kann eine Website zur Erstellung und Verbreitung von Nanopublikationen sich anders als etablierte Medien nicht allein auf Einreichungen stützen. Vermutlich empfiehlt sich eine zweigleisige Vorgehensweise: erstens die Recherche von einschlägigen ‚informellen Veröffentlichungen‘ im Netz und deren Umwandlung in Nanopublikationen, zweitens die Einbettung von Nanopublikationen in Angebote des ‚social web, um den dort stattfindenden fachlichen Austausch dauerhaft zu archivieren und in Veröffentlichungen abzubilden.

41 0

Eine Verlagerung wissenschaftlicher Tätigkeit in Webmedien stellt die geisteswissenschaftliche Forschung vor erhebliche Herausforderungen. Gerade historisch arbeitende Disziplinen sollten sich dabei ihrer Verantwortung vor nachfolgenden Generationen bewusst bleiben: Die Archivierung auch informeller geisteswissenschaftlicher Diskurse, die durch Nanopublikationen möglich wird, kann einen Beitrag dazu leisten, dass der gelehrte Austausch unserer Zeit auch für kommende Generationen lesbar bleiben wird.

42 0

Literatur

43 0

Paul Richard Blum, Epistemologie und Kosmologie im Neuplatonismus, Blogbeitrag 11.8.2009, in: Renaissance Philosophy [http://renaissancephilosophy.blogspot.de/2009/08/epistemology-and-cosmology-in.html], eingesehen: 29.8.2012

44 0

Cameron Buckner/Mathias Niepert/Colin Allen: From encyclopedia to ontology: toward dynamic representation of the discipline of philosophy, in: Synthese 182 (2010), S. 205–233

45 0

Sally Chambers, Nanopublications in the Arts and Humanities, [http://www.slideshare.net/schambers3/nanopublications-in-the-arts-and-humanities], eingesehen: 29.8.2012

46 0

Amanda Clare/Samuel Croset/Christoph Grabmueller/Senay Kafkas/Maria Liakata/ Anika Oellrich/Dietrich Rebholz-Schuhmann: Exploring the Generation and Integration of Publishable Scientific Facts Using the Concept of Nano-publications, in: Alexander García Castro/Christoph Lange/ Evan Sandhaus/ Anita de Waard (Hrsg.): SePublica-2011 Semantic Publishing 2011, Proceedings of the 1st Workshop on Semantic Publishing, [http://ceur-ws.org/Vol-721/], eingesehen: 29.8.2012

47 0

Dublin Core Metadata Initiative, Metadata Basics, [http://dublincore.org/metadata-basics/], eingesehen: 29.8.2012

48 0

Dublin Core Metadata Initiative 2012a, DC RDF, [http://dublincore.org/documents/dc-rdf/], eingesehen: 29.8.2012

49 0

Dublin Core Metadata Initiative 2012b, DC Elements: creator,  http://dublincore.org/documents/dcmi-terms/#elements-creator, eingesehen: 29.8.2012

50 0

Marsilio Ficino, Opera, Basel 1576, Bd. 2, [http://dx.doi.org/10.3931/e-rara-3135], eingesehen: 29.8.2012.

51 0

P. Groth/A. Gibson/J. Velterop: The anatomy of a nanopublication. In: Information Services and Use 30 (2010), S. 51–56.

52 0

T. Groza/S. Handschuh/T. Clark/S. Buckingham Shum/A. Waard: A short survey of discourse representation models. In: Proceedings 8th International Semantic Web Conference, Workshop on Semantic Web Applications in Scientific Discourse. Berlin 2009.

53 0

Stefan Heßbrüggen-Walter, EMTO Nanopub, [http://emto-nanopub.referata.com], eingesehen: 29.8.2012.

54 0

Konstantia Kakali/Martin Doerr/Christos Papatheodorou/Thomais Stasinopoulou: DC.type mapping to CIDOC/CRM, Delos Network of Excellence on Digital Libraries Report, 2007, [http://www.cidoc-crm.org/docs/WP5-T5_5-DC2CRMmapping-060728v0_2-final.doc], eingesehen: 29.8.2012.

55 0

Library of Congress s. a., Library of Congress Subject Headings, [http://id.loc.gov/authorities/subjects.html], eingesehen: 29.8.2012.

56 0

Nadzeya Kiyavitskaya: Documentation on Papyrus Ontologies, [http://www.ict-papyrus.eu/files/Documentation%20on%20Papyrus%20Ontologies.pdf], eingesehen: 29.8.2012.

57 0

B. Mons/J. Velterop: Nano-Publication in the e-science era. In: Workshop on Semantic Web Applications in Scientific Discourse (SWASD 2009), [http://www.w3.org/wiki/images/4/4a/HCLS$$ISWC2009$$Workshop$Mons.pdf], eingesehen: 29.8.2012.

58 0

Open Knowledge Foundation, Linked Open Vocabularies, [http://lov.okfn.org/dataset/lov/index.html], eingesehen: 29.8.2012.

59 0

Simon Raper, Graphing the history of philosophy, Blogbeitrag 13.6.2012, in: [http://drunks-and-lampposts.com/2012/06/13/graphing-the-history-of-philosophy/], eingesehen: 29.8.2012.

60 0

Vicodi Consortium, Vicodi Ontology 2004 [ http://www.vicodi.org/ontology/vicodi_protege.zip], eingesehen: 29.8.2012.