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Allgemeine Kommentare

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Der Text geht nach meinem Dafürhalten nicht wirklich auf die Frage des Buches ein: welche Auswirkungen haben Blogs auf die Geschichte? Wie schreibt man mit Blogs Geschichte? Was hier beschrieben wird, ist vielmehr ein (durchaus interessantes) Geschichtsportal, das ohne im Text genannten Grund mit WordPress aufgesetzt werden soll. Aber nicht alles, was mit WordPress läuft, ist ein Blog. Völlig unbeantwortet bleiben Fragen wie: Wer schreibt mit welcher Expertise und mit welcher Motiavation an den Texten? Wie sollen die redaktionellen Prozesse aussehen? Gibt es eine feste Redatkion oder sind das Plattformen, bei denen alle mitmachen können. Gibt es Qualitätskontrollen, Zusammenarbeiten mit den lokalen Archiven oder den Medien vor Ort? Wie dynamisch sollen diese Plattformen sein? -- Der Text müsste wohl ganz grundsätzlich überarbeitet werden, sowohl vom Aufbau wie auch vom Stil, vor allem aber bezüglich der Fokussierung auf das Thema Blog. Und was auch vollständig fehlt, ist die Diskussion der medialen Spezifika, die der Einsatz von Zeitzeugen-Interviews in Form von Videobeiträgen mit sich bringt. Dies ist insofern zu bedauern, dass bereits recht viel über Zeitzeugen-Arbeit im Internet geschrieben wurde, der Link zu Blogs aber bisher nicht gemacht wurde. Das müsste meiner Meinung nach auf jeden Fall basierend auf der entsprechenden Literatur noch intgriert werden (zum Beispiel: Sabrow, Martin / Frei, Norbert (Hrsg.): Die Geburt des Zeitzeugen nach 1945, Göttingen 2012).
Bei diesem Beitrag fehlt mir das Reflexive bzw. Analytische, d.h. es wird nicht wirklich das aufgegriffen, was der Fokus dieses Projektes ist. Das ist problematisch. Wie kann hier besser der Fokus auf Blogs und auf die Rückwirkungen auf die Geschichte/swissenschaften gemacht werden. Über den Umgang mit ZeitzeugInnen online müsste kritischer argumentiert und bestehende Projekte integriert werden.